Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in Hamburg

Peter Börner, Wahlgruppe IV, setzt sich für eine Kooperation mit den Verbänden und den benachbarten Kammern ein, um folgende konkrete Maßnahmen umzusetzen:


1) Lehre / Ausbildung:

  • Wertigkeit der dualen Ausbildung hervorheben und erhöhen
  • Zu wenig Betriebe bilden aus – Hemmschwellen abbauen und Zahl erhöhen
  • Ausbildungskredite und günstigen Wohnraum für Auszubildende vermitteln
  • Vorrangprüfung für ausländische Azubis abschaffen
  • Zielgerichtet für die Bereiche werben, in denen der Fachkräftemangel besonders ausgeprägt ist:
    • Gesundheit & Pflege
    • Information und Kommunikation
    • Ingenieurswesen und Handwerk
    • MINT-Fächer

2) Eine engere Verzahnung zwischen Wirtschaft und Hochschulen:

  • Eine Brücke zwischen Universitäten und Betrieben schlagen: Fachpraktika für Studenten
  • Ausbildung und Studium miteinander verbinden (in Anlehnung an das Duale Studium der HSBA) statt sie als Alternativen gegenüberzustellen
  • Der Exzellenzstatus der Hamburger Universität wird mehr ausländische Studenten nach HH bringen, zu diesen muss durch die Handelskammer und für die Firmen ein Kontakt hergestellt werden
  • Die Ausbildungskapazität an z.B. der TU Harburg erhöhen
  • Wirtschaft und Wissenschaft enger verzahnen, um Forschung & Entwicklung besser auf Bedürfnisse der Wirtschaft auszurichten
  • Im Rahmen des Standortmarketing für Hamburg das Netzwerk der Hamburg Ambassadors nutzen, um junge Ausländer für eine Ausbildung oder ein Studium nach Hamburg zu holen und ebenso ausländische Fachkräfte
  • Ziel: In Hamburg in Betrieben oder an Universitäten ausgebildete junge Menschen müssen in Hamburg arbeiten können und wollen

3) Ältere Fachkräfte:

  • Steuerliche Anreize für Arbeitnehmer und Betriebe schaffen, um ältere Fachkräfte länger im Betrieb in Teil- oder Vollzeit beschäftigen zu können
  • Konzepte erarbeiten, wie ältere Fachkräfte länger arbeiten können, da der Abgang der Babyboomer Generation durch nachkommende Jahrgänge nicht aufgefangen werden kann
  • Konzepte zur Umschulung für Berufsbilder, die als Folge der Digitalisierung wegfallen werden, um diese Fachkräfte im Arbeitsmarkt zu halten.
  • Weiterbildungs- & Höherqualifizierungsmaßnahmen ausbauen, v.a. für ältere Beschäftigte