Warum ist das Kammerwesen wichtig?

Peter Börner, Wahlgruppe IV, Groß- & Aussenhandel:

Das Kammerwesen in Deutschland ist auf die Stein-Hardenbergschen Reformen der ersten Kammern in Preußen zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurückzuführen. Es baut auf dem Prinzip der Selbstverwaltung auf. Seither versteht man unter „Selbstverwaltung“, dass Angehörige einer Selbstverwaltungskörperschaft ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich und selbstständig regeln. Die Träger der wirtschaftlichen Selbstverwaltung sind die Industrie- und Handelskammern. Der Staat hat sich mit der Errichtung der Kammern seinerzeit bewusst für das Subsidiaritätsprinzip entschieden.
Für alle Kammern gilt:
• Sie sind Körperschaften des öffentlichen Rechts
• Die Mitgliedschaft ist gesetzlich geregelt
• Die Mitglieder bringen durch Beiträge die zur Aufgabenerfüllung erforderlichen Finanzmittel selbst auf und überwachen ihre sachgemäße und sparsame Verwendung
• Die gewählten Vertreter haben maßgebliche Mitwirkungsrechte

In der bevorstehenden Neuwahl des Plenums unserer Handelskammer geht es den altgedienten Elmendorf-Rebellen des Bündnis DKSW in Wirklichkeit um die Neutralisierung, ja um die Abschaffung unserer Handelskammer, denn darauf läuft die “Abschaffung der Zwangsbeiträge” hinaus.
Auch bei den Mücke-Rebellen finden sich Kandidaten, die dies Ziel seit 3 Jahren verfolgen. Herr Mücke selbst war von Beginn an während der letzten 3 Jahre Mitglied des Präsidiums, ebenso wie Herr Elmendorf.

Vorstandsmitglieder des bffk kandidieren auf der Liste dieser Rebellen-Lager, der bffk hat sich die Abschaffung unseres Kammerwesens zum Ziel gesetzt.
Wer die Mücke-Rebellen und die Elmendorf-Rebellen bei der bevorstehenden Wahl unterstützt, muss sich darüber im Klaren sein, was das bedeutet:
• Aufgabe von Selbstständigkeit und des Rechts zur Selbstverwaltung
• Umkehrung des Subsidiaritätsprinzips
• „Der Staat soll es richten“ – welcher Kaufmann und Unternehmer meint, dass der Staat diese Aufgaben besser und zu geringeren Kosten ausüben kann?

Es handelt sich dabei um nicht weniger als einen Anschlag auf unsere freiheitliche Grundordnung.
Wer sich diesen politisch motivierten Bestrebungen nicht anschließen möchte, hat die Möglichkeit, die Kandidaten der Plattform Starke Wirtschaft Hamburg zu wählen